2019-12-30
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Zukunft miteinander Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn - internationales und intergenerationelles Seminar  

Akademie Mitteleuropa e.V. „Zukunft miteinander – Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“  - internationales und intergenerationelles Seminar - in der Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen vom 14. bis 18. April 2019 

 

Das Zusammenwachsen Europas bzw. der Europäischen Union schien bis vor wenigen Jahren eine einzige Erfolgsgeschichte zu sein, die nur eine Richtung (Vergrößerung und Vertiefung) kannte. Mehrere Staaten Osteuropas und des Westbalkans wollen der EU noch beitreten. Doch spätestens im Gefolge der Flüchtlingskrise ab 2015 und dem – derzeit noch nicht vollzogenen Brexit – haben sich in fast allen EU-Mitgliedsstaaten euroskeptische, nationalistische, populistische, separatistische Gegenbewegungen und Parteien gebildet. Getragen sind diese Bewegungen vor allem von älteren Generationen und (vermeintlichen) Verlierern der europäischen Einigung. Nutznießer der proeuropäischen politischen und ökonomischen Veränderungen bislang sind vor allem die jungen Generationen. Auslands- und Studienaufenthalte junger Menschen in Europa sind dank Stipendien- und Förderprogrammen oder aufgrund privater Initiative selbstverständlich geworden. Die neuen Generationen sind gänzlich in den „neuen Zeiten“ aufgewachsen und sozialisiert, ohne tradierte Feindbilder, ohne Informationsbarrieren und Einschränkungen der Freizügigkeit. Im Seminar soll verdeutlicht werden, dass es nur eine „Zukunft miteinander“ in Europa geben kann oder einen Rückfall in vergangene Zeiten mit verheerenden Folgen ungeahnten Ausmaßes, auch wenn die Europagegner eine goldene Zukunft versprechen. Es sollen die vielseitigen gegenseitigen Beziehungen; Abhängigkeiten, Durchdringungen und Wahrnehmungen beleuchtet werden. 

 

Als Referenten konnten gewonnen werden: Prof. Dr. Andras Balogh (Budapest): Lebenswelten im Kommunismus; Prof. Dr. Gerhard Seewann (München): Der Europadiskurs in Ungarn; Dr. Jan Čapek (Pardubitz): Prager Frühling, Perestroika, Umbrüche 1989/90 in Europa; Dr. Lenka Matusková (Pardubitz): Neue Nachbarschaften in Europa; Botschafter a.D. Dr. Axel Hartmann (Preßburg): Im Auge des Zyklons. Erinnerungen eines Mitarbeiters im Bundeskamzleramt 1989; Kai Mertens (Berlin): Zwei Demokratien, ein Europa? Formen politischer Bildung in Deutschland und Ungarn; Dr. Karel Vodicka (Karlsruhe): Reminiszenzen an 1989. Die Prager Botschaftsflüchtlinge und einen zweiten Vortrag: Der postkommunistische EU-Raum; Dr. Georg Paul Hefty (Kelkheim): Zukunft, nicht als Utopie, sondern als Folgerung aus dem Befund aus Geschehenem und Gelebtem. Außerdem ist eine Busexkursion zur Gedenkstätte Point Alpha, an die ehemalige innerdeutsche Grenze und Teil des Eisernen Vorhanges mit Führung und Vorträgen durch den Besucherdienst geplant.  

 

Die geplante Tagung in der Karwoche beginnt am Sonntagabend mit dem Abendessen und ist am folgenden Donnerstag nach dem Mittagessen zu Ende. Die Tagungssprache ist Deutsch. Die Teilnahme kostet für Teilnehmer aus der Bundesrepublik 120 € zuzüglich Kurtaxe (7,20 €) und ggf. EZ-Zuschlag (32 € für den gesamten Zeitraum) und beinhaltet Unterkunft und Verpflegung. Für Studierende gilt ein Sonderpreis von 50 €, zuzüglich Kurtaxe! Für Ostmitteleuropäer können Fahrtkostenzuschüsse gewährt werden. Die verständigungspolitische Veranstaltung wird vom Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat gefördert. Bitte melden Sie sich umgehend, spätestens bis zum 4. April 2019 an.

 

Anfragen und anmeldungen sind zu richten an: Akademie Mitteleuropa, Alte Euerdorfer Straße 1, 97688 Bad Kissingen, Telefon: 0971/ 714 70, Fax: 0971/714 747 oder per Mail an: info;q@heiligenhof.de

 
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